Lebenslanges Lernen

Uneingeschränkt „Ja“ zu lebenslangem Lernen sagt der Landkreis Freising, also ein Bekenntnis für ein immer neues Aneignen von Wissen, aber auch für die Anpassung von Alltagskompetenzen und Bewältigungsstrategien. Im Landkreis Freising gibt es neben Kita und Schule eine breit gefächerte Angebotspalette an Lernorten. Dazu zählen Volkshochschulen, religiöse Bildungsträger, Pfarreien, Bibliotheken, Museen, Musik- und Kultureinrichtungen, Bauernhöfe, MINT-Garagen, Vereine usw. Kita und Schule können von einer Zusammenarbeit mit diesen Lernorten profitieren, denn sie erweitern eigene Lehr- und Lernangebote, erschließen gemeinsam Potentiale für nachhaltiges Lernen und zeigen den Bürgern und Bürgerinnen im Landkreis Wege zum Handeln und Gestalten in unserer Wissensgesellschaft auf.

 

 

Volkshochschulen

Erwachsenenbildung, Chancengleichheit, lebenslanges Lernen - darauf zielen die Volkshochschulen ab. Der Auftrag der Volkshochschule ist in der Bayerischen Verfassung, in der Bayerischen Gemeindeordnung und im Bayerischen Erwachsenenbildungsförderungsgesetz (BayEbFöG) begründet. Damit wird die gemeinsame bildungspolitische Verantwortung der Kommunen und des Freistaates festgelegt. Der Auftrag lautet: Bildungsangebote für alle zu sozial verträglichen Preisen in verlässlicher Qualität vor Ort zur Verfügung stellen. Sie dienen der Verwirklichung des Rechts jedes Einzelnen auf Bildung und verfolgen das Ziel, zur Selbstverantwortung und Selbstbestimmung des Menschen beizutragen.

 

Des Weiteren erfordert der ständige Wandel in unserer Gesellschaft eine permanente Aktualisierung der Allgemeinbildung. So bringen zwar die neuen Jahrgänge, die ins Erwachsenenalter hineinwachsen, bessere Bildungsvoraussetzungen mit, Deutschland und damit auch Bayern, steht aber auch vor Integrationsaufgaben. Migrantinnen und Migranten kommen über die Deutsch- und Integrationskurse in die Erwachsenenbildung. Bei einer besseren Ausstattung könnten die Volkshochschulen ihrer Integrationsaufgabe noch viel besser nachkommen. Außerdem gibt es einen großen Nachholbedarf, um den Anforderungen der Digitalisierung nachzukommen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Schließlich bringen die demografischen Entwicklungen es mit sich, dass Menschen bis ins hohe Alter am lebenslangen Lernen teilhaben möchten. Sie nehmen über Weiterbildung an der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung teil (https://kursleitertag.vhs-bayern.de/web/ttwbvv.nsf/id/positionen-bvv_de).

 

Doris Fähr, Schulleitung vhs Eching berichtet, dass die Weiterbildungsquote in Deutschland zur Zeit so hoch wie noch nie ist. Sie liegt bei 49 % der Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter. Diese Leistung wird von einem strukturell stark unterfinanzierten Feld erbracht. Und Oliver Dorn, Schulleiter der vhs Freising, resümiert: „Wenngleich die Teilnehmer*innen derzeit im Landesdurchschnitt etwa 40 % der Finanzierung über Kursgebühren einbringen, verlangt der öffentliche Bildungsauftrag doch, dass Land und Kommunen zu ihrer Verantwortung und den daraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen stehen.

Bildung ist für alle da. Erwachsenenbildung reagiert nicht nur auf den gesellschaftlichen Wandel. Sie gestaltet ihn auch mit. Erwachsenenbildung soll Spaß machen. Es geht um die Freude etwas freiwillig lernen zu dürfen und die Befriedigung, etwas erreicht zu haben.“

Gerda Fischer, Leiterin der vhs Moosburg, weist darauf hin, dass die Erfolgsgeschichte der Volkshochschulen untrennbar verbunden ist mit gelebter Demokratie. Sie stehen für das Recht auf lebenslanges Lernen, für Bildungsgerechtigkeit und ein umfassendes Bildungsverständnis.

 

Religiöse Bildungseinrichtungen

Berufliche Bildung

Wissenschaftliche Weiterbildung

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